Thiere und Comics

Dr. Mark Benecke spricht zur Ausstellung 'Ich, das Tier. Vom bösen Wolf bis Donald Duck – Tiere im Comic' (24. April 2026 bis 1. November 2026) im schauraum: comic + cartoon im Dortmunder U unter anderem über Meg(g), Mog(g) & Owl, Donaldist:innen, Barks & Beneckes Thierleben, Hello Kitty sowie die Notwendigkeit, hinaus zu gehen und über das Leben der (Riesen-)Ameisen zu lernen 🐜

Text des Dortmunder U:

Kleiner Freitag: Dr. Mark Benecke – Maden, Mäuse und Mutanten: Tiere im Comic unter der Lupe

Was haben menschliche Spinnen, sprechende Enten und blutdürstige Mutanten gemeinsam? Sie alle tragen Züge echter Tiere, manchmal wissenschaftlich überraschend präzise, manchmal herrlich absurd verfremdet.

Dr. Mark Benecke, bekannt aus unzähligen Fernseh- und Radioformaten und einer der gefragtesten Forensiker Europas, nimmt das Verhältnis von Mensch und Tier in der Welt des Comics unter die Lupe, mit dem unverwechselbaren Blick eines Wissenschaftlers und dem Enthusiasmus eines leidenschaftlichen Comiclesers.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Ich, das Tier. Vom bösen Wolf bis Donald Duck – Tiere im Comic“ im schauraum: comic + cartoon statt.

"Ich möchte nicht untot sein"

Quelle: NORDSEE-ZEITUNG, CUXLAND, Seite 17, Mittwoch, 29. Juli 2026

Interview: Kriminalbiologe Mark Benecke schreibt ein Kinderbuch

Von Jan Iven

Herr Benecke, wie sind Sie darauf gekommen, ein Kinderbuch über den Tod zu schreiben?

Das haben die Zeichnerin Lisa Fuss — Leiterin des Malsaals der Stuttgarter Staatstheater — und ich zusammen ausgeheckt. Wir kannten beide alte Kinderbücher zu Tod und Fäulnis und haben uns gefragt, warum es so etwas nicht mehr gibt. Ein Gemälde, das Lisa von mir gemalt hat, hängt übrigens im Kölner Stadtmuseum.

Braucht es für so ein Buch eine Zusammenarbeit mit Pädagogen?

Hatten wir am Anfang gedacht und ein bisschen rumgefragt. Es stellte sich heraus: Nein. Wir sind so klar und einfach und direkt, dass das sozusagen jenseits aller Pädagogik ist.

Wie findet man den richtigen kindgerechten Ton?

Ehrliche, einfache Worte. Kurze Sätze. Gute Zeichnungen, die die Zeit überdauern und nicht modisch sind.

Wie reagieren Kinder auf Ihr Buch?

Kinder finden das meiner Erfahrung nach ganz normal. Wenn ich im Kindergarten darüber ganz ruhig rede, haben nur die Erwachsenen Schweißperlen auf der Stirn. Die Kids fragen ganz vernünftig und finden es auch nicht weltbewegend. Wenn ich mit Kids das Buch bespreche, dann lerne gefühlt eher ich viel Neues. Ich wusste beispielsweise nicht, dass kleine Kinder nicht wissen, wie lange ihr Wellensittich, ihr Opa und so weiter tot sind, weil sie Zeitraume gar nicht erfassen.

Oder dass alle Kinder den Kreislauf des Lebens mit seiner vollständigen Wiederverwertung von allem sofort begreifen, völlig anders als Erwachsene. Diese glauben oft erstens, dass Plastik sich magisch zersetzt, und zweitens, dass Fäulnis gruselig ist anstatt eines uralten, das Leben überhaupt ermöglichenden Vorgangs.

Und welche Rückmeldungen kommen von den Eltern?

Ohne Quatsch: Bisher nur freundliche. Wenn Eltern das „Mausbuch" für ihre Kids kaufen, sind diese Eltern entspannt und cool. Das übertragt sich auf den Nachwuchs.

Beschützen Erwachsene Kinder eigentlich zu sehr vor dem Thema Tod?

Das will ich nicht beurteilen. Jedenfalls sollten Eltern bitte nicht sagen, dass ein Angehöriger oder eine Angehörige „eingeschlafen" ist. Sonst wollen die Kids vermutlich ziemlich bald nicht mehr schlafen gehen. Menschen sterben, sie entschlafen nicht.

Waren Sie selbst als Kind mit dem Tod konfrontiert?

Laut meiner jetzt allerdings selbst schon verstorbenen Oma und Tante habe ich lebende, aber auch tote Tiere eingesammelt und herumgetragen.

Haben Sie eigentlich Angst vor dem Tod?

Ich mag das Leben, aber ich habe nix dagegen, dass wir alle nur eine Runde auf dieser Erde haben. Untot mochte ich jedenfalls nicht sein. Nach dem Tod geht es im Bestfall mit Fliegen, Käfern, Motten, Ameisen, Wespen, Bakterien und vielem mehr weiter, die einen Körper wieder auf null setzen, sodass neues Leben entsteht.

Welche Beziehung haben Sie zum Norden und dem Meer? Bei uns halt sich hartnäckig das Gerücht, dass Sie auch mal an der Nordsee Urlaub machen.

Ich halte öfters und sehr gerne Vortrage im Norden, so ist es. Urlaub mache ich nie, aber wenn ich schon mal da bin, schaue ich mir natürlich am Tag des Vortrags die nähere Umgebung an. Für mich ist „die Küste" eine ganz eigene Welt, und ich finde, dass meine Frau recht hat, wenn sie Deutschland grob in Nord, Mittel und Süd statt in Ost und West aufteilt. Die eher stillere, freundliche, abwartende Art vieler Menschen im Norden ist beruhigend.

Sie haben vor mehr als 20 Jahren am Fall Levke im Landkreis Cuxhaven mitgearbeitet. Wie haben sich die Methoden in der Zeit entwickelt?

Wir haben in den letzten Monaten viele unserer — Stand heute — 2.257 Fälle mit Akte digitalisiert. Und ich fand damals wie bei der Durchsicht heute, dass alle Fälle die gleiche Aufmerksamkeit und den gleichen Ernst verdienen und erhalten, egal, ob sie bekannter oder weniger bekannt, vergessen oder in einem Podcast besprochen sind und werden. Die Techniken haben sich stark verfeinert. Beispielsweise lassen sich heute viel öfter „genetische Fingerabdrücke" aus sehr kleinen Mengen Erbgut einsetzen. Auch die Richterinnen und Richter haben mehr Verständnis von und für unsere Verfahren und können sie besser einschatzen.

Das Problem ist nicht die Technik, sondern der Zugang. Privatpersonen finden außer unserem Labor kaum jemanden oder niemanden, der sie unabhängig von staatlichen Einrichtungen unterstützt. Ich bin seit nun 25 Jahren der einzige öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für mein Fach. Ich wurde übrigens am Tag von 9/11 vereidigt, kein Scherz.

Lieber wäre es mir, ich hätte 20 oder gerne auch 100 Nachfolgerinnen und Nachfolger. Denn es gibt massenhaft Spuren, die man ruhig mal anschauen kann.

An welchen Projekten arbeiten Sie zurzeit?

Ich habe gerade die Messungen zur Maske von Martin Luther in Halle veröffentlicht. Es war umstritten, ob es eine echte Totenmaske ist, aber das Wachs ist physikalisch gemessen „so alt wie Luther".

Soeben sind auch die Messungen zu den neuen Lampenschirmen eingetroffen, die wir im vergangenen Jahr nach meinem Vortrag in den Vereinigten Staaten von mehreren Privatpersonen erhalten haben. Diese sind leider größtenteils aus Menschenhaut gefertigt.

Dr. Mark Benecke – Sachverständiger für kriminaltechnische Sicherung, Untersuchung und Auswertung von biologischen Spuren

Quelle: IHKplus Heft Februar 2026, Seite 36

Dr. Mark Benecke ist Kriminalbiologe und spezialisiert auf forensische Entomologie (Insektenkunde), Blutspuren, Erbgut und „Complex Cases" zur Aufklärung von Todesfällen. Heißt: Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger analysiert er biologische Spuren von Tatorten, um Todeszeitpunkte und -umstände zu bestimmen.

Dazu gehört zum Beispiel, dass er anhand von Maden, Fliegen und anderen Insekten, die auf Leichen zu finden sind, Rückschlüsse ziehen kann. Sein Beruf ist im Grunde die Vorlage für einen TV-Krimi. Benecke ist auch als „Doktor Made" bekannt und tritt als Kolumnist, Autor, Schauspieler und Politiker für „Die PARTEI" auf den Plan.

Für Benecke ist die Arbeit als Sachverständiger sein „Leitstern", wie er erklärt. „Ich finde es für die Bürgerinnen und Bürger unbezahlbar, dass wir als öffentliche bestellte und vereidigte Sachverständige für alle arbeiten. Das ist mir unglaublich wichtig", so Benecke über seine Motivation. Es sei gut, dass es im Sachverständigenwesen für alles Mögliche Spezialistinnen und Spezialisten gebe, „von Diamanten- bis zu Rost-an-Rohren-Messungen". Besonders schätzt er aber die klaren Regeln für die Gutachten und wünscht sich, dass diese auch in anderen Bereichen stärker gelten sollten: „Richtig, nachvollziehbar, verständlich und mit persönlicher Haftung. Nur dann können Menschen sinnvoll miteinander reden."

Genau deshalb sei es gut, dass die IHK regelmäßig die Eignung der Sachverständigen prüfe und vor der Vereidigung auch gute Kurse anbiete, etwa zu grundlegenden Gutachten-Fehlern. Sein Fazit: „Unsere Tätigkeit ist erfüllend, nerdig, hilfreich und sinnvoll. Jeden Tag was anderes, aber immer kniffelige Spuren, die ich mit der Wirklichkeit abgleiche."

Yayoi Kusame Exhibit 👩🏻‍🎨 Cologne Germany Museum Ludwig

Wesentlich interessanter als gedacht: Die sehr umfangreiche Werkschau von Yayoi Kusama im Museum Ludwig in Köln 🎃

Dort wurden von den Anfängen ihrer Arbeit bis sozusagen heute in einer Platz greifenden Form die Punkte, Linien, Netze und Formen der Künstlerin dargestellt. Wer diese Ausstellung gesehen hat, kennt sich im Werk von ihr erst einmal staunend aus. 

Die Kunst ist einerseits eingängig, spannt andererseits aber auch einen Bogen über die Zeiten, weil sich ihre künstlerischen Ausdrucksweisen nicht einfach verbessert, sondern auch der jeweiligen Zeit angemessen verändert haben. 

Im Museum und auch in diesem Video sind ihre Werke von ihren frühen Darstellungen zuerst bis heute (zuletzt) angeordnet. 

Ein großes Lob auch an die Veranstalter und Veranstalterinnen sowie das Personal des Museum Ludwig, die/das (anders als es sonst manchmal der Fall ist), eine angenehme und entspannte Stimmung erzeugt hat/haben. 

Das war richtig schön 👩🏻‍🎨

Amphi Festival Köln (Cologne) 2026

Photographs by festival announcer Mark Benecke

Featured bands are Eisbrecher, Lebanon Hanover, Schattenmann, Motel Transylvania, Welle: Erdball, Sotiria, Extize, Joachim Witt, Covenant (amongst many others who played) as well as co-announcers Oliver Klein, Celene Nox and Jens Domgörgen 🎙️

Ihr wart ein großartiges Publikum bei diesem 20jährigen Jubiläum 🦇, es wirklich sehr angenehm und friedlich mit euch allen 🤜🏽

Foto: Dani Vorndran

Gunther von Hagens (1945—2026)

Gunther war der interessanteste Menschen, den ich je kennen lernen durfte. Er sprühte vor Ideen, liebte Pflanzen (!), hatte eine der größten Bibliotheken, die ich je gesehen habe und hat so viele tolle Dinge gegen jede Wahrscheinlichkeit mit Freude durchgezogen, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann.

Mal abgesehen von seinen Abenteuern in China, seiner atemberaubenden Riesen-Ausstellung in einer kleinen Stadt in Freistaat Thüringen, in der er in jungen Jahren lebte und natürlich der Erfindung der heute weltweit verbreiteten Darstellung und Haltbar-Machung von Gewebe, hat er auch sein großartiges Team immer wieder mit Ideen versorgt und wohl auch den ein oder anderen Seufzer erzeugt. 

Ich möchte jetzt nicht aus dem Nähkästchen plaudern, aber Gunther war der Mensch, der für mich am nächsten an ein Vorbild heran reicht. Ich habe schon bei der riesengroßen KÖRPERWELTEN-Ausstellung in Köln – unsere Stadt vor fünfundzwanzig Jahren sehr gerne dort gearbeitet und live erlebt, dass angeblich "normale Menschen" sehr neugierig sind und alles problemlos verstehen, wenn es nur anschaulich erklärt ist. 

Das letzte, was Gunther und ich gemeinsam unternommen haben, war die Wiederherstellung eines uralten Anatomie-Buches in der Marien-Bibliothek in Halle.

Gunther wollte immer plastiniert in den Körperwelten erscheinen. Ich bin gespannt, ob es dazu kommt. 

Jetzt bin ich aber wirklich erst mal traurig und in Gedanken bei Angelina, Rurik und Gunthers Teams in Heidelberg und im PLASTINARIUM in Guben, wo ich schon in diesem Jahr wieder anzutreffen sein werde. 

Geknickt der euer: Marky Mark 

Gemeinsame Fotos


Mitgefühl ist bei tierischen „Lebensmitteln“ messbar eine Lüge.

Aus: Iris Asiya Pasternack: Das Vegane Zeitalter. Wenn Mitgefühl erwachsen wird. Eine ethische Ansage (2026), ISBN: 9798274869553

Gastbeitrag von Dr. Mark Benecke, Kriminalbiologe & Tierrechtsaktivist — Deutschland

Mitgefühl ist bei tierischen „Lebensmitteln“ messbar eine Lüge.

Kein heute lebender, mitfühlender Mensch aus Zentral-Europa, der eine Schlachtung oder das Zusammentreiben von Tieren direkt vor der Schlachtung erlebt hat, fasst je wieder ein Tier-Produkt an.

Dasselbe gilt für die maschinelle „Verarbeitung“ von Hühnern und Puten, von Milch und allem anderen.

Das Abstechen, Verbrühen, mit Strom betäuben oder eben auch nicht, an Geräte anschließen und im Kot siechen lassen — niemand, der Tier-Produkte verwendet, fühlt hier mit.

Es ist den betreffenden Menschen einfach scheißegal.

Nicht mehr, nicht weniger. Mir sind diejenigen fast lieber, die offen zugeben, dass sie null Mitgefühl haben und gegen Zucht, Folter und Vernichtung nichts einwenden, solange ihnen ihr Leichengewebe mundet.

Wenigstens sind solche Menschen ehrlich und lügen sich und anderen nicht stundenlang vor, dass sie tierlieb seien.

Vor Gericht würde jede und jeder die Augen rollen, wenn ein Angeklagter einen dermaßen frech gelogenen Unsinn über angebliches Mitgefühl berichten würde.

Mark Benecke 

Tierrettungs-Hof Butenland

Der sagenhafte Tier-Rettungs-/Lebens-Hof Butenland in Butjadingen in Niederschsen, gleich am Deich ⚓️

Hier können sich Schweine, Kühe, Pferde und Feder-Tiere auf ihre Menschen verlassen 💕

Hagel Hof: Tier-Rettung

Lebenshof für gerettete Tiere

Land der Tiere

Palliativ-Serienmörder Johannes M aus Berlin

Quelle: RTL Nachtjournal

Guter, ausführlicher Beitrag zum Berliner Serien-Mord-Arzt Johannes M.  

Er hat mehrere der Taten zugegeben. 

Journalistin Samira Faizi hat sich sehr viel Arbeit gemacht, das ganze ohne Aufregung vernünftig in etwas mehr als zehn Minuten darzustellen. 

Zum Beitrag geht es unten.

Herzlich euer: Mark 

Einweihung: Denkmal Bahnhof Köln-Deutz: Deportation Sinti, Roma, Jenische

11. Juli 2026

Kriminal-Biologe Dr. Mark Benecke spricht als Eröffnungs-Redner bei der eindrucksvollen Eröffnungs-Veranstaltung zur Einweihung der Gedenk-Plaketten im Bahnhof Köln-Deutz, von wo aus viele der insgesamt einer halben Million (!) Sinti, Roma und Jenischen zur "Vernichtung" abtransportiert wurden. 

Niemand kann behaupten, nichts davon gewusst zu haben.

Da ich oft danach gefragt wurde: Das hervorragende Buch, das ich im kriminalpolizeilichen Zusammenhang erwähne, ist dieses:

Harald Buhlan, Werner Jung et al. (2000) Wessen Freund und wessen Helfer: Polizei im Nationalsozialismus. Schriften des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln. Emons, Köln, 680 Seiten mit Abbildungen

Podcast mit Mark zum Thema

Time is up: Umwelt-Vorträge ohne Fremdworte


Prof. Dr. Johan Rockström und Dr. Mark Benecke beim Umwelt-Vortrag zur Albertus-Magnus-Professur für Prof. Rockström vom PIK (Potsdam Institute for Climate Impact Research / Planetare Grenzen) im Juli 2026 im Hörsaal der Universität zu Köln bei seiner Vorlesung.

Luisa Neubauer & Mark Benecke


Nicht glauben, messen.

Quelle: musikmag.de, 26. Juni 2026

DR. MARK BENECKE GEGEN DAS POSTMORTALE HERUMKLUGSCHEISSERN – 26.06.26 IM THEATER AM AEGI. 

Von Isabelle Hannemann

Von Prokops „Atlas der gerichtlichen Medizin“ bis zu verschwundenen Kälberstricken und dem schönen Tod im D-Körbchen: Mark Benecke zeigte in Hannover, warum Kriminalfälle nicht an fehlender Dramatik scheitern, sondern an Wahrnehmung, Annahmen und dem Mangel an unabhängigen Beweisen.

Bei Benecke glitzert nichts, nur weil das Publikum es gern so hätte. Nicht einmal Glassplitter, auf die Blut tropft. Im Theater am Aegi führt der Kriminalbiologe am 26. Juni 2026 durch Kriminalfälle am Rande des Möglichen. Genauigkeit statt Grusel. Messen, nicht Mutmaßen. Kurzum, weder Menschen noch der eigenen Wahrnehmung ist zu trauen und genau darum geht es an diesem Abend.

Dr. Benecke kennt man. Als Moderator des Amphi-Festivals oder des WGT, als Musiker, Donaldist, Bahnfahrer oder Autor. Seine öffentliche Rolle changiert zwischen Wissenschaft, Tatortanalyse, Popkultur und Aufklärung. Im Theater am Aegi ist er heute in seiner Rolle als Kriminalbiologe. Es geht um Rechtsmedizin, die Bedeutung der Fotografie für die Rechtsmedizin, freie Beweiswürdigung, die Freiheit der Judikative und ganz nebenbei um antifaschistische Bildungsarbeit. Wer einen Abend voller Schauer erwartet, bekommt etwas Besseres: eine Schule des genauen Hinsehens.

Benecke führt das Publikum durch einen Exkurs zu Otto Prokop und der Bedeutung der Fotografie in die Anfänge der Rechtsmedizin ein. Als Beispiel dient der Fall der Frau Gierth, die an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung starb, obwohl das Verhalten des Verdächtigen, einzelne Spuren und die gerichtliche Prosa aus heutiger Sicht schnell als Hinweise auf die Vertuschung eines Sexualdelikts gelesen werden könnten. Deutung, Scham oder Ekel sind hier fehl am Platz; stattdessen besticht er durch Präzision, Einfühlungsvermögen und Humor. Anders als so manches True-Crime-Format arbeitet diese Form der Wissenschaftskommunikation nicht mit Schocklust, sondern mit Verantwortung: Es geht um reale Gewaltdelikte, reale Tote und reale Ermittlungen. Und – für die Jüngeren – werden mal eben der Ost-West-Konflikt sowie die Prüderie des Westens im Kalten Krieg aufgedröselt.

Freud, Kinsey, Masters und Johnson applaudieren spontan, bevor es in die Pause geht. Pause – oder eher ein Meet and Greet auf Augenhöhe. Mark Benecke signiert Bücher, nimmt sich Zeit für Fans, Fragen und Selfies.

Beneckes Welt ist nicht die von Gut und Böse. 

Sie ist die Welt der messbaren Wahrheit. Während die Täterforschung nach dem Warum fragt, konzentriert sich die Benecke auf die naturwissenschaftliche Spurenauswertung: Blut, Gewebe, Insekten, biologische Rückstände, Verwesungsprozesse, DNA-nahe Fragestellungen. Und wenn es sein muss, geht man eben ins Bordell, legt sich eine Kundenkarte vom Dessousfachgeschäft zu oder führt Erstickungsexperimente mit Frauen verschiedener Körbchengrößen durch, statt dem Mythos von der friedfertigen Frau zu erliegen und sich der Idee hinzugeben, Brustgewebe tauge nicht als Mordwerkzeug.

Es gibt bei Dr. Mark Benecke kein Gut und Böse, keine erlösende Gerechtigkeit, keinen dramatischen Glanz der Gewalt. Es gibt nur Spuren, Messbarkeit und die unbequeme Frage, ob die eigene Wahrnehmung überhaupt etwas taugt.

Und wenn diese Wahrheit Entscheider*innen nicht interessiert, kann man das nicht ändern. Die gute Nachricht, so Mark Benecke: „Das ist eine entspannte Art zu leben.“

Am Ende gibt’s doch noch etwas Glitzer – und tosenden Applaus.

— Danke an die schon immer großartige Isabelle für die Erlaubnis zur Verwendung — 

Cologne Pride (CSD) 2026, Köln

Was für ein wundervolles Straßenfest nebst Demo 🏳️‍⚧️ 🤟🏽 🏳️‍🌈 So geht das! Die PARTEI hat mal wieder das Lecktuch aus der Schublade gezogen. Während der Demo stießen zu uns als einziger Gruppe immer mehr und mehr Menschen, bis wir locker viermal so viele großartigste Teilnehmer:innen bei uns hatten.

Fotos: Mark Benecke 📸 Verwendung nur nach schriftlicher Absprache


Behind the Scenes / Hinter den Kulissen: Jara Reker Cologne Pride 2026

1.5 Millionen Menschen ein kleiner Realtalk.

Warum verunsichert es eigentlich so sehr, wenn Menschen anders leben, als es in deine starren Rollenbilder passt?

Warum wird Kleidung, Liebe und eine diverse Lebensrealität von manchen als Bedrohung wahrgenommen – während alltägliche Übergriffe am Wochenende als „normal“ durchgehen? Ist DAS nicht verrückt?

Deggah, es ist einfach so schön, mal einen Tag lang rauszugehen und nicht dumm angeschaut, bewertet oder kommentiert zu werden. Einfach draußen zu sein und zu sehen, dass selbst die Seitenstraße bei einem Großevent kein Spießrutenlauf wird, sondern ein Ort, an dem Menschen lachen und offen aufeinander zugehen können.

Wo Menschen, sich den Raum nehmen, der ihnen zusteht, ohne den anderer zu beschneiden.

Klick dich durch und lass mal sacken.

Was löst die Serie bei dir aus? Und warum fällt es manchen so schwer, friedliche Vielfalt einfach auszuhalten?

– Street photographs by Jara Reker. Use only with written permission –

60. Annual Meeting (Jahrestagung) of INTERTEL (Höchst-Begabte / Highly Gifted)

Sechzigste Jahrestagung der weltweiten Höchstbegabten-Vereinigung INTERTEL in Berlin am Alex (in der bisher heißesten Woche des Jahres) ✨

Was für eine tolle Umgebung, lauter Neuro"divergente", Autist:innen, AD(H)Sler:innen, ein Zauberer, eine junge Musikerin aus Rumänien, eine Herstellerin für Tür-Beschläge, ein Barkerper, eine Neuro-Psychologin, ITler:innen sowie der Präsident, der lange LKW-Fahrer war — es war wirklich traumhaft 🍀

Ein megafettes Dankeschön auch an Organisator Marc, der ein großartiges, weit überwiegend pflanzliches Buffet gesichert hat 🥕

Es war zudem angenehm, meinen Vortrag in zwei- bis dreifacher Geschwindigkeit halten zu können 😅

Ines hat tätowiert, die Stimmung war großartig und am Ende gab es tatsächlich noch Karaoke 🎤

Da es schon bei den vorigen Postings Nachfragen dazu gab: Bei MENSA sind alle Hochbegabten versammelt, bei INTERTEL die 1% der Menschen mit höherer Begabung und dann gibt es noch eine Organisation für die Allerhöchst-Begabten.  

Sehr herzlich eure: 

Markito & Ines mit großem Dank 

Mark Benecke in Vorarlberg: "Wenn du rausgehst, passiert immer was"

Quelle: VOL.AT, 20. Juni 2026, https://www.vol.at/mark-benecke-in-vorarlberg-wenn-du-rausgehst-passiert-immer-was/10266386

Die meisten kennen Mark Benecke als Kriminalbiologen, der mithilfe von Insekten Verbrechen aufklärt. Diese Woche führt ihn seine Arbeit nicht an einen Tatort, sondern ins Dornbirner Insektencamp.

Von Mirjam Mayer 

Zwischen Käfernetzen und Büschen streift der deutsche Biologe (55) durch den Wald und entlang der Ache. Für Benecke ist es weit mehr als ein Ausflug in die Natur.

"Die Umwelt ändert sich, und wir möchten ja gerne sehen, was in verschiedenen Teilen der Welt lebt, sagt er. Als Kriminalbiologe brauche man immer neue Messungen. "Es funktioniert überhaupt nicht, in alte Bücher zu gucken, alte Listen. Das hat überhaupt keinen Sinn in der Biologie."

Heuer findet das Insektencamp der Österreichischen Entomologischen Gesellschaft (ÖEG) in Dornbirn und Umgebung statt. Gemeinsam kartieren die Teilnehmer die Artenvielfalt - von Mooren über Flussufer bis hin zu Wäldern und Wiesen. Gerade die Vielfalt der Spezialisten macht das Camp interessant.

Während manche Teilnehmer Nachtfalter erforschen, beschäftigen sich andere mit Käfern oder Stechmücken. "Das ist wie so ein Vitamin-Ingwer-Shot. Da kann man sich ganz schnell auf den neuesten Stand bringen."

Für Benecke gehören Insekten zum beruflichen Alltag. Sie liefern entscheidende Hinweise bei der Rekonstruktion von Kriminalfällen. Sie können helfen, Tatorte zu rekonstruieren, Liegezeiten von Leichen zu bestimmen oder Hinweise auf frühere Aufenthaltsorte zu liefern.

Als Beispiel nennt er den Fall einer in einen Teppich eingerollten Leiche. "Da haben wir gesagt: Hier sind Tiere drin, die kommen aus dieser und jener Region. Da wurde die Leiche in den Teppich reingerollt. Dann kann man das herleiten. Und das ist auch sicher."

Neben Kriminalfällen beschäftigt sich Benecke mit Themen von Autismus über Tätowierungen bis hin zu Comics oder Vampirmythen. Der gemeinsame Nenner: Neugier. "Meine verstorbenen Tanten und Großeltern haben immer gesagt, dass ich ihnen auf den Wecker gegangen bin, weil ich immer gefragt habe: Warum? Warum?"

"Ich finde es eher komisch, wenn Menschen nicht neugierig sind und halt nur rumhocken." Und genau deshalb fühlt sich der Kriminalbiologe im Dornbirner Insektencamp offenbar bestens aufgehoben. "Wenn du rausgehst, passiert immer was", ist er sicher.

Noch bis am 21. Juni läuft das Insektencamp in Kooperation mit der Inatura. Für die Jugendreferenten Elisabeth Glatzhofer und Samuel Messner geht es um mehr als Datensammlung: Wissen weitergeben und Nachwuchs fördern.

Junge Naturinteressierte arbeiten mit Spezialisten und lernen Methoden der Artenforschung kennen. "Jeder und jede ist willkommen", geben sie zu verstehen. Sie empfehlen, im Alltag öfter genauer hinzusehen: "Man kann jedem nur empfehlen, ein bisschen näher hinzuschauen, auch bei den kleinen Tieren."

Mit vielem Dank an die Redaktion für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

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  • dornbirn insektencamp

Foto: Mark Benecke

ÖEG Insekten-Camp Dornbirn & Umgebung

Die Österreichische Entomologische Gesellschaft ÖEG veranstaltet seit über zehn Jahren an wechselnden Orten in Österreich Insekten-Bestimmungs-Camps mit Expert:innen und Interessierten. Mark & Ines waren 2026 dabei.


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London: The Linnean Society of London, The British Library, TfL (the Tube), Animal & Plants, Forensic Program

Mark visits British Library for his preface to "Heidi & Dracula" and to check one of his adopted books at the Linnean Society of London, the Jonstonus which was taken apart by book conservator Janet. There are unicorns and dragons!

Also: London at day (forensic class at King's Cross Capital College) 🔬, London at night 🌠, the subway / metro / tube system of magnificent TfL 🚇 as well as animals and plants of London (not too spectacular, though) 🌸



London at Day (including forensic class)


London at Night


Animals and Plants (many pigeons, ahum)


Metro / Subway / The Tube / TfL

Comic mit Mark von Evina Vogt

Der Comic entstand im Wintersemester 2025/26 an der Folkwang Universität der Künste im Rahmen eines Illustrationskurses und ist mein erstes Comic-Projekt. Die Aufgabenstellung bestand darin, eine real existierende Person als Protagonist*in in ein Szenario mit einem Hellseher oder Medium zu versetzen. Ich habe mich für dich entschieden, da ich den Kontrast zwischen deinem rationalen, faktenbasierten Beruf und der mystischen Tätigkeit eines Mediums besonders spannend fand. Zunächst entstand ein analoges Storyboard, das ich anschließend in Procreate digital umgesetzt und abschließend mit Text versehen habe.

Viele Grüße 

Evina

ihre Insta-Seite

zum Comic (.pdf)

Vampires uncloaked

Source: Bizarre Magazine, May / June 1997, pages 58-64

Mark Benecke & David Pescod

Picture: Bizarre Magazine

Most people think that human blood will be rich and thick, and rather nauseating. The opposite is true. Fresh from a cut, blood is pale, thin and sweet-tasting, warm in your mouth like milk fresh from the cow. Sucked from your lover’s body, it’s the ultimate in sharing: excitingly forbidden, enticingly primal.

More people have tried drinking blood than you’d think. “There’s a vast underground network of people who drink blood on a regular basis”, says Texas journalist Jeff Guinn, who has interviewed over 80 blood-suckers. “Usually they fall into one of three categories. The rarest are those influenced by movies and books. The second are people who honestly believe they need to do it for their health. But for the majority it is compulsive, something they have felt the need to do since childhood, perhaps after cutting a finger and instinctively licking it.”

→ click here for the fulltext version (.pdf)

Experimental verification of statements using bloodstain

Source: Rom J Leg Med [34] 154-161 [2026], DOI: 10.4323/rjlm.2026.154

article as .pdf

Kristina Baumjohann, Mark Benecke

Foto: Mark Benecke

Abstract: A man was found lying on the ground in a highway parking lot, covered in blood and severely injured in his head region. Next to him stood another man with blood on his clothes and in his face. The police suspected him of causing the injuries which he denied. We were commissioned to investigate the origin and causes of the bloodstains on the defendant’s clothing and to compare them with his statements and the blood stains on the victim. Experiments with human blood enabled us to approximate the actual sequence of events.

Keywords: forensic biology, bloodstains, blood spatter, stain evidence, experts stain lab.

Foto: Mark Benecke

INTRODUCTION

The examination of bloodstains has been used for over a hundred years to reconstruct the course of crimes and accidents, as well as to verify statements about criminal events [1].

Bloodstains can shed light on moments during the course of the crime, or they can have been created later (by the emergency services, blowflies or similar, see below). It is often possible to obtain precise movement images [2-12].

The shape features of bloodstains and blood drops are influenced, for example, by the type of ground or surface on which the blood has fallen, the height of the bleeding source, the speed of the blood as it fell to the ground and the volume of the drop of blood [13, 14].

Flies can also “cause” bloodstains or alter bloodstains at a later date if the insects regurgitate the blood they have previously ingested or deposit it as feces [3, 15, 16].

Bloodstains can form various patterns on surfaces: For example, the folds in an item of clothing can lead to gaps in the bloodstains and thus provide information about the posture of the wearer when bleeding occurred. Wonder (2001) gives a typical example of this: A woman who has been shot lies on the ground in an outstretched position (Fig. 1) [17].

The perpetrator had claimed that the victim had been standing when the shot was fired. The pattern of blood in the folds of the trousers (shading, fall of the folds) of the dead woman, on the other hand, shows that the blood pattern must have been created in a sitting and not a standing position. Gaps in the bloodstains can provide clues as to the timing of a crime (Fig. 2).

Foto: Mark Benecke

It is sometimes significant that blood which hits dry textile surfaces is (temporarily) not absorbed: according to Wonder (2001), this is said to be due to the fact that the red blood cells cannot migrate through the textile fibers; they must first change their shape and only then can they run around the fibers and penetrate the (fabric) weave [17]. The other blood components (plasma), however, penetrate the fabric without any problems.

When drops of blood come into contact with moist textile surfaces, the membrane of the red blood cells should dissolve immediately, releasing the red blood pigment into the rest of the blood (plasma). As a result, these kinds of bloodstains appear lighter, larger and more irregular than bloodstains on dry textiles [17]. If blood comes into contact with a dry item of clothing and can dry there before it is exposed to moisture or water, the bloodstains are more difficult to remove [17].

The processing of bloodstain samples requires good photographic documentation on site, especially if the presence of blood is considered natural or “self-evident” owing to the existing injuries, as is unfortunately often the case in (car) accidents [18, 19].

The same applies to serious injuries (cuts to the throat, beating to death, etc.), where the sometimes abundant quantity of bloodstains very well represent the spacetime progression (Fig. 3); although their evaluation requires many measurements of the various bloodstain groups and therefore takes a lot of time. Experiments are often also necessary.

Foto: Mark Benecke

CASE REPORT

The case presented here occurred in the evening at a highway parking lot in Austria. The police found the victim lying on the ground, covered in blood and seriously injured in the head area. The defendant stood next to the victim, his clothes and face covered in blood.

The victim showed signs of blunt and sharp forceful impact including a traumatic brain injury with fracture of the left temporal bone, various hemorrhages in the skull area, bruised areas on the colon with diffuse bleeding, a minor spleen injury, streaky epidermal abrasions on the front of the chest, a bleeding pattern on the chin reminiscent of a shoe print and a cut on the neck, which was medically consistent with the impact of a broken bottle.

Foto: Mark Benecke

The defendant stated that he had nothing to do with the injuries. He had received a hard blow to the head from an unknown person, which initially left him dazed. A short time later, he noticed the victim lying on his back on the ground, covered in blood, and tried to help him. The bloodstains on his body and clothes were created as follows: He had climbed over the injured man’s upper body with his right foot and given him mouth-to-mouth resuscitation. He had laid his right knee on the asphalt at roughly the victim’s hip height and his upper body had been bent over the victim’s upper body. He had probably got the victim’s blood on his face and clothes while he was trying to save him.

Foto: Mark Benecke

Among other things, the defendant had skin abrasions on the front of his knees and a blunt-force trauma on the right side of the back of his head.

Behind the defendant’s vehicle, the police found a mineral water bottle with bloodstains in it. The police suspected that the defendant had wanted to wash the blood from his pants and face with the water. The defendant could not remember this and stated that he had dried or wiped his hands on his sweatpants while trying to help the victim.

The victim and the defendant were intoxicated at the time of the incident (victim: 2.47 g/l blood alcohol = 2.47 percent, defendant: 0.80 mg/l breath alcohol = 1.6 percent).

Among other things, we were tasked with investigating the origin and causes of the bloodstains on the defendant’s clothing. We carried out experiments on the following and used the results to check whether the bloodstains could be reconciled with the defendant’s story:

1. The drying of blood splashes on sweatpants

2. Possible washing off of bloodstains

3. Possible mouth-to-mouth resuscitation

4. Squatting, kneeling

Our experimental case study was based on the following fundamental assumptions:

- The reddish-brown stains visible in the immediate vicinity of the crime in the photos are blood.

- These bloodstains come from the victim.

As the victim of the attack had to be given medical treatment immediately, no genetic material was obtained from under the victim’s fingernails.

MATERIAL AND METHODS

Clothing

In the client’s police forensic laboratory, we examined the trace material (M.B.) with the bloodstains and determined the textile composition of the seized items of clothing.

For the test series, sweatpants were purchased that were sufficiently similar to the original sweatpants in terms of color and fabric composition.

Before the test, the pants were washed at 40 °C with color detergent without fabric softener (Fig. 4). The experiments were carried out with fresh human blood in our forensic laboratory.

Blood sampling

Two series of experiments took place eight days apart: S1 and S2. In S1, the human blood collected in the centrifuge tube was carefully mixed with 2 ml of 1.15 % Na2 EDTA solution per 50 ml of whole blood; while in S 2, the blood obtained in the same way was used without the anticoagulant EDTA (Figs. 5, 6). Before the blood was collected, the experiments had already been set up so that the blood could be used immediately.

Foto: Mark Benecke

RESULTS

Drying of blood splatters on gray sweatpants

The suspect’s sweatpants show splatter marks running from top to bottom in a watery-bloody area of the pants (Figs. 7, 8); the splatter marks have not dissolved in this area (Fig. 9).

This indicates that the suspect’s sweatpants already had dried drops of blood on them when they came into contact with water and/or a blood/water mixture: Small bloodstains remain on the surface of a dry fabric; they become blurred or dissolve on contact with damp surfaces (Fig. 10) (Wonder 2001). This therefore indicates that the victim’s wounds were bleeding profusely when the suspect made contact with the victim; his sweatpants were dry at the time.

If there is fresh blood without water on the pants first, it dries “fixed” very quickly (after two minutes at room temperature) (Fig. 11). This “old” blood is then no longer completely dissolved by moistening with water. Even when kneeling down in a mixture of blood and water with blood-splattered trousers, the original splashes do not completely dissolve (Figs. 12, 13). In both cases the original stains, which had already dried in a short time, remain either permanently or temporarily, depending on the amount of diluting liquid and the drying time.

This shows that drops of a blood-water mixture had also reached the knee area of the suspect’s jogging pants, which were still dry at the time. The blood splatter marks on the back of the sweatpants indicate that the blood had splattered from a point higher than ground level and not from a point flat on the ground (Fig. 14).

The blood did not drip from top to bottom onto the suspect’s trousers by gravity, but by accelerated blood from the sitting or standing victim. It seems unlikely that the blood got onto the suspect’s pants when the injured person coughed it up: The part of the suspect’s pants showing the stains in question would have been shielded during a possible attempted rescue of the injured man who was already lying down.

If the blood got onto the suspect’s trousers while he was standing, it came from splashes from above and not during the attempted rescue of the victim. Even a “shaking off or shaking away with the hands” after the suspect has been rescued cannot be considered to have caused the blood splashes: The small splashes would otherwise have run very strongly or become invisible.

Possible washing off of the suspect vs. dousing of the injured person

The suspect’s statement that he had not significantly washed himself off may be true. Our tests show that instead he knelt in an existing blood-water mixture. In view of the information known to us, this may have been caused by dousing the injured, bleeding person with water.

The suspect’s hands and face were still bleeding when the police arrived: The slightly rounded, rather sharp bloodied edges in the facial hemorrhage are consistent with “slapping one’s own hands in the face” (Figs. 15, 16) and then drying the thin layer of blood on the face. After bleeding and drying the blood on his face, the suspect may (later) have put water on his face; this is suggested by the gaps in the bloodstains around his eyes, which he had kept well closed while he did so.

Possible mouth-to-mouth resuscitation

It appears that mouth-to-mouth resuscitation cannot initially be ruled out in this case. From the point of view of the bloodstains’ investigation, however, the posture of the suspect is significant (Figs. 17-19): It is striking that the crotch of his pants did not have any bloodstains. Mouth-to-mouth resuscitation would have to have been performed entirely from the side (Fig. 19). This evidence is not consistent with the statement he made to the police that he had climbed over the lying man with at least one leg and then performed mouthto- mouth resuscitation: In this position “over” the body of the injured person, the victim’s blood would have reached the crotch area of the trousers.

Squatting, kneeling

Foto: Mark Benecke

A “shading” in the form of an interruption of the blood application can be seen on the lower, rear trouser leg (at the transition between the trousers and the end “cuff” of the sweatpants) of the suspect. This gap in the bloodstain shows that and how the accused was squatting or kneeling at times (Figs. 14, 20). This gap may be (and probably is) a transfer of blood from the suspect’s shoes to his pants: The backs of his shoes have bloodstains on them; the blood probably got onto the hem of his trousers from here (Fig. 21).

This is also shown by our reenactment: The suspect’s statement that he was (in the meantime) bent over the victim with one knee on the ground, the other in the air and both feet on the ground may be correct (Fig. 17). The mere mouth-to-mouth resuscitation of an unexpectedly encountered injured person does not explain (the extent of) the bloodstains on the back of the suspected man’s shoes on their outer sides and soles.

The contact between the two men could not have taken place exclusively on the ground: If they fought with each other, they must also have been exposed to violence or have exercised violence in a standing position. If the suspect had reached the injured man lying on the ground before getting any bloodstains and had just woken up from his faint, neither the missing blood in the crotch of the suspect’s sweatpants nor the blood splash that had previously dried on his gray sweatpants could be explained.

In conclusion, this is a critical case-by-case assessment. We were able to show by means of the bloodstain experiments that:

- the suspect had contact with the person when he was standing or sitting, or in any case not just lying down, as the person was spurting blood or the suspect made swinging movements with his hand or an object

- the injured person bled onto the suspect’s dry pants, which only later got water on them. The defendant’s statements are therefore largely inconsistent with the bloodstain evidence. Conducting the experiments made it possible to verify statements made by the perpetrator in terms of an included/excluded procedure.

The results could not have been achieved through pure reflection.

When conducting an experimental examination, it is always important to use original or near-original objects and trace material from a case and to obtain as many good photos as possible at scale [20]. Experiments represent approximations of the actual course of events and thus shed a light on its measurable parts. It is worth making the effort to carry out an experimental test.

References

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