Leben nach dem Tod

Einfluss synthetischer Drogen auf die Schmeißfliegenentwicklung an Leichen

Abschließende Arbeit von Clio Ayleen Ebner

Klasse 8D / Schuljahr 2025/26 / Wien, Februar 2026

Die vollständige Arbeit gibt es hier als .pdf

Expert*innenbefragung Benecke

Antworten des Experten wurden in den Fragebogen integriert, obwohl sie ursprünglich per E-Mail gegeben wurden.

Allgemeine Angaben Name: Dipl.-Biol. Dr. rer. medic. Mark Benecke, MSc, Ph.D.

Name darf angegeben werden: ja (Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass meine abschließende Arbeit z.B. auf der Schulhomepage veröffentlicht wird)

Berufliche Position/Tätigkeit: Kriminalbiologe - Forensische Entomologie

Institution/Einrichtung: International

2. Einfluss auf Entwicklungszyklus und Verhalten

2.4 Haben Sie in Ihrer Arbeit jemals Verhaltensänderungen bei Schmeißfliegen in Zusammenhang mit bestimmten toxischen Substanzen beobachtet (z. B. Abneigung gegenüber kontaminiertem Gewebe, Paarungsverhalten, Besiedelungsverzögerung)?

Nein, aber das ist auch schwierig zu sehen. Die Tiere sind gegen alles mögliche empfindlich und du kriegst oft nicht raus, auch nicht bei Versuchen, warum die eine Ecke des Geländes jetzt so viel anders als die andere Ecke ist und verschiedene Besiedlungs-Muster dort vorkommen. Die Insekten sind sehr "vorsichtig" und legen die Eier oder Brut-Höhlen nur da an, wo es passt. Ich vermute, dass die Drogen dabei das kleinere Problem sind. Sehr wichtig ist ihnen beispielsweise der Fäulnis- und Trocknungs-Grad. Mittlerweile gibt es aber eh kaum noch Insekten. Die Anzahl hat in den letzten knapp dreißig Jahren um drei Viertel abgenommen

4. Relevanz für die forensische Praxis

4.2 Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Anwendung entomologischer Methoden in Fällen mit Drogeneinfluss?

Bisher haben wir nichts Auffälliges bemerkt. Die Menge der üblichen Drogen in den Körpern ist vergleichsweise klein. Durch die Fäulnis zersetzt sich vermutlich auch manches an Stoffen und wandelt sich um. Zudem arbeiten wir bei der Liegezeitbestimmung auch nicht auf die Minute genau. Es gibt ja immer Einwirkungen aus der Umwelt, etwa Temperatur-Schwankungen, Feuchte, Tiere, die andere Tiere fressen und vieles mehr. Da lassen wir also eh etwas Spielraum für mögliche Unsicherheiten bei der Berechnung.

Romantisierung von Verbrechen. Eine Marketing-Strategie des Streaming-Anbieters Netflix

Masterarbeit | Studiengang: Public Relations und digitales Marketing

Die komplette Arbeit gibt es hier als .pdf

Von Felix Rasten

Mit Gesprächs-Beiträgen von Dr. Mark Benecke

Zusammenfassung

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Romantisierung von Verbrechen am Beispiel der Netflix-Produktion „Dahmer – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer“ und behandelt die Frage, inwiefern die Darstellungsweise in der besagten Produktion als strategische Marketingmaßnahme verstanden werden kann. Ausgangspunkt ist die Kritik, dass True-Crime-Formate Täterfiguren ästhetisieren, Empathie hervorrufen und dadurch ihre Verbrechen verharmlosen.

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein Mixed-Methode-Ansatz gewählt, bestehend aus einer qualitativen Inhaltsanalyse der Serie und zwei Experteninterviews mit dem Kriminalbiologen Mark Benecke sowie dem Regisseur Florian Schwarz. Die Analyse zeigt, dass Romantisierung weniger durch eine bewusste Attraktivitäts-steigerung erfolgt, sondern vor allem durch empathiefördernde Erzählstrategien, den gezielten Einsatz von Musik, Kameraperspektiven und Rückblenden sowie die ambivalente moralische Bewertung der Täterfigur.

Fiktionale Elemente verstärken zusätzlich diese Emotionalisierung. Opferperspektiven sind zwar vorhanden, werden jedoch durch die dominante Täterdarstellung in der Wahrnehmung verdrängt. In den sozialen Medien wird diese Inszenierung der Figur häufig aufgegriffen, wodurch eine gewisse Eigendynamik entsteht, die Netflix aus marketingstrategischer Sicht nutzen kann. Die Ergebnisse legen nahe, dass Romantisierung in solchen True-Crime-Formaten nicht nur ein erzählerischer Effekt, sondern auch ökonomisch höchst profitabel für Streaming-Anbieter ist.

Damit trägt diese Forschung zur medienethischen Debatte über die Grenzen zwischen Aufklärung, Unterhaltung und Vermarktung im True-Crime-Genre bei.