Cyberwürmer

Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS, darin: 'Politik') vom 21. Mai 2017, Seite 6

Von Wibke Becker

1. Wieso ist ein Cyberwurm ein Wurm?

Weil er sich dank seiner zusammendrückbaren Zusammensetzung durchdrängelt, in Lücken quetscht und vermehrt oder heranwächst. Katzen und Wellensittiche können das zwar teils auch, aber Würmer können es besser.

2. Sind Würmer aggressive Lebewesen?

Aus Menschensicht: Kommt auf den Wurm an. Hängt er im Darm ab oder im Gehirn drin, dann ist es für uns ungemütlich.

Andererseits hat sich der Wurm nicht ausgesucht, ein Wurm sein zu wollen — für es/ihn/sie (das mit dem Geschlecht ist bei Würmern manchmal nicht so einfach) ist es einprogrammiertes, normales Verhalten.

Die meisten Würmchen sind auch für Menschen cool und helfen beim Wiederverwerten von so ziemlich allem.

3. Wieso haben Würmer so einen schweren Stand bei Menschen?

Weil sie kein Rückgrat haben? Haha.

4. Mögen Sie Würmer – und wenn ja, wieso?

Total. Ich habe jahrelang auf dem uralten Friedhof gegenüber der alten kölner Zoologie neben dem Evangelischen Krankenhaus landbewohnende Plattwürmer (Planarien) gesucht. Blutegel habe ich selbst gehalten, Verhaltens-Experimente mit ihnen gemacht (friedliche: in einer Salat-Schüssel nicht über eine Linie latschen) und gebe demnächst ein dickes, tolles, bebildertes Buch über sie heraus.

Mit herzlichem Dank an Wibke Becker und die Redaktion für die Erlaubnis zur Verwendung.


Kartoffelchips im Windkanal

Wann verlieren wissenschaftliche Spaßvögel ihren Humor?


Van Ray

Mifuemi


Tot, aber lustig – das Letzte kommt zum Schluss

Mit einem Vorwort von Mark