Ohne Trude Herr ist das Severinsviertel für mich überhaupt nicht denkbar. Die ganzen irren Dinge, die ich dort seit meiner Kindheit und Jugend erlebe, sind nur durch den Filter der wilden, freien und saucoolen Trude Herr, ihr dortiges Theater und ihre Nachwirkung zu verstehen.
Sie versinnbildlicht für mich alles, was typisch kölsch und "veedelig" ist.
Dass im nach ihr benannten Park ausgerechnet die kölschen Sittiche ihre Schlafbäume hatten — bis ein bekloppter Anwohner sie vertrieben hat —, passt gleich doppelt.
Ich war bei ihrer Abschiedsfeier (nach ihrem Tod) im Odeon und werde nicht vergessen, wie nicht alle Menschen dort passende Worte für diese fantastische Kölsche gefunden haben. Sie war eben larger than life."
(Dr. Mark Benecke)
