Kirchschlagers Criminal- & Curiositäten-Cabinett

2006-11 SeroNews: Kirchschlagers Criminal- & Curiositäten-Cabinett

Quelle:SeroNews 11(3):99 (2006)

Kirchschlager M (2006) Kirchschlagers Criminal- & Curiositäten-Cabinett. Hardcover mit eingebundenem Lesezeichen-Bändchen (!), je 192 Seiten, je 16 Euro. Band 1: ISBN 3-86552-047-2, Band 11: ISBN 3-86552-048-0

Beneckes Bücherschrank (24a)

Von Mark Benecke

So langsam wird das Kirchschlagersche Gesamtwerk zum Pflichtbestand für die Bibliotheken der SeroNewsLeserlnnen und ihrer Institute. Versammelte der freundliche Geschichtskundler schon früher alle nur denkbaren Kuriositäten vergangener Jahrhunderte (vgl. SeroNews 9(4):130-131 (2004) und entdeckte dabei so nebenbei auch noch das Original des Reinheitsgebotes für Bier (!), so legt Michael Kirchschlager nun im "Criminal- & Curiositäten-Cabinett" eine sauber recherchierte, in heutiges Deutsch gebrachte, super gedruckt und gebundene Sammlung von unkommentierten Berichten vor. Und das geht, in seinen eigenen Worten, so:

Das Criminal- & Curiositäten-Cabinett (in vorerst zwei Bänden) stellt ein Sammelsurium höchst merkwürdiger, kurioser aber auch schauriger Geschichten und Nachrichten aus Chroniken, Exempelbüchern, Flugblättern, Gazetten/Zeitungen und seltenen Drucken vom Mittelalter bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert dar.

Die Geschichten handeln von schrecklichen Mördern und Morden, spektakulären Verbrechen und dämonischen Erscheinungen, die die Zeitgenossen der verschiedensten Jahrhunderte erschreckt und beschäftigt haben, historischen Ereignissen, außergewöhnlichen Begebenheiten, Ungeheuern, wilden "Bestien", Wundergeburten, naturwissenschaftlichen und medizinischen Phänomenen, ethnografischen Beschreibungen sowie allerlei anderen "Curiositäten".

Nicht fehlen dürfen dabei das Floridanische Krokodil, das Benehmen eines unschuldig erhängten Mädchens nach dem Erwachen, Informationen über das Brennen von Tran, ein Bericht über den Wal, der sich 1688 in den Rhein verirrte sowie "gebackene" (im Ofen mumifizierte) Leichen im Kloster St. Lorenzo. Mehr muss ich wohl nicht sagen: The audierice is listening!

Da die Bücher diesmal auch im Buchhandel sehr leicht zu haben und wie immer sehr erschwinglich sind, gibt es nun wirklich überhaupt keinen Grund mehr, sie nicht massenhaft zu kaufen und an die lieben Kolleglnnen zu verschenken.