Morphologie von Blutauftropfspuren

Quelle: Archiv für Kriminologie, Band 230, Heft 1-2, Seiten 42 bis 54
Aus dem Sachverständigenbüro Benecke Forensics Köln
Zur Morphologie langsam beschleunigter Blutauftropfspuren

1. Einleitung
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Blutauftropfspuren werden seit weit über hundert Jahren zur Rekonstruktion von Tathergängen eingesetzt. Die Form der einzelnen Tropfen ist - anders als die Betrachtung des Blutspurenmusters als Gesamtbild - jedoch sehr variabel und wird in der Gutachtenpraxis mitunter vernachlässigt. Auch aus wissenschaftlicher Sicht ist dieses Spezialfachgebiet noch nicht ausreichend beforscht, da einige grundlegende Fragen nach wie vor der Klärung bedürfen.

Blutspuren haben sich als wichtiges Werkzeug bei der Fallarbeit erwiesen: Sie können entweder als "Momentaufnahme" den Tat-Ablauf festhalten oder erst nachträglich erzeugt worden sein. Die Aussagekraft dieser biologischen Spuren ist mitunter so hoch, dass daraus maßgebliche Erkenntnisse über den Ablauf einer Tat erlangt werden können.

Dr. rer. medic. Dipl.-Biol. Mark BeneckeDr. rer. nat. Dipl-Biol. Saskia ReibeDipl.-Biol. Kristina BaumjohannDipl.-Biol. Sarah GulinskiDipl.-Biol. Waltraud WetzelDipl.-Biol. Kira SchmidtBakk. rer. nat. Katharina PreßlerDipl.-Biol. Isabell LebküchnerDr. rer. nat. Dipl.-Biol. Markus Streckenbach

Blutspuren können auf ganz unterschiedliche Weise entstehen. Bei der Fall-Arbeit liegen sie in einer Vielzahl unterschiedlicher Einzelformen vor, die in der Regel nicht durch Makro-Aufnahmen wiedergegeben werden. Die Gestalt einzelner Blutspuren wird bei Betrachtung aus der Nähe vor allem durch ihre Größe (Durchmesser) und ggf. durch die Anzahl der von ihnen ausgehenden Strahlen ("Nasen", "Finger") bestimmt. Die Zusammenhänge zwischen den Formmerkmalen der Auftropfspur, der Größe bzw. dem Volumen des ursprünglichen Bluttropfens und dessen Auftreffgeschwindigkeit waren zwar wiederholt Gegenstand von kriminalistischen Untersuchungen, werden aber - auch im angloamerikanischen Raum - viel zu selten systematisch in Abhängigkeit von den tatsächlichen Oberflächen am Tatort geprüft.


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